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Solivol, der neue Freiwilligendienst zu Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung beginnt erste Kooperationen in Ostafrika 14.09.2008

Mitarbeit bei der Einfüh-rung von Solarenergie oder holzsparenden Lehmherden, Beteiligung an Aufforstungskampa-gnen oder auch beim Aufbau von Fahrrad-werkstätten - die Lernfelder des neuen Freiwilligendienstes sind vielfältig und drehen sich doch stets um Themen nachhaltiger Entwicklung. Denn der Name des neuen Angebotes ist Programm: "solivol" steht für solar volunteers, doch auch für ein solidarisches Miteinander zwischen Menschen im Norden und Süden. "Nicht Entwick-lungshilfe, sondern voneinander lernen ist das Hauptziel der einjährigen Aufenthalte", so Werner Kiwitt von der Entsende-organisation artefact. "Die Erfahrungen aus einem anderen Kulturkreis sollen dazu beitragen, das eigene Engagement für Klimaschutz und fairen Handel nach der Rückkehr in der eigenen Gesellschaft zu verstärken."


Seit 17 Jahren schon leistet artefact, das Zentrum für nach-haltige Entwicklung in Glücksburg an der Flensburger Förde, Entwicklungshilfe im eigenen Land: mit Deutschlands erstem Energieerlebnispark, einem Gästehaus mit regenerativer Energieversorgung und Weiterbildungen etwa zum Solar-fachberater zeigt artefact alljährlich tausenden Besuchern aus 50 Ländern, wie eine sichere und friedliche Energie-versorgung aussehen kann. Im Rahmen des Programmes "weltwärts" vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit bereitet artefact nun allerdings erstmals junge Leute für eigene Projektpartnerschaften vor. Enga-gierte und motivierte Menschen zwischen 18 und 28 können sich ab sofort über www.solivol.org und www.artefact.de informieren und bewerben. Noch in diesem Winter sollen die ersten Freiwilligen nach eingehender Vorbereitung ausreisen zu Projektpartnern in Uganda, Ruanda, Kenia oder Tansania. "Aufgrund zahlreicher gewachsener Kontakte zu Initiativen rund um den ostafrikanischen Victoriasee haben wir uns zunächst für eine Schwerpunktsetzung in dieser Region entschieden", so der Projektleiter Frank Lüschow von arte-fact. "Weitere Partnerschaften in anderen Regionen sind in der Folge durchaus möglich." Internationale Kontakte bestehen bereits. Dafür bürgt auch Hermann Scheer als Schirmherr von solivol, Träger des Alternativen Nobelpreises, Präsident von Eurosolar und dem World Council for Renewa-ble Energies. Vor der Ausreise vertiefen die Teilnehmer in einem etwa zweiwöchigen Vorbereitungsseminar Landeskun-de und Gesundheitsaspekte ebenso wie interkulturelle Reibungspunkte und die Risiken falsch verstandenen Sendungsbewusstseins. Neben der Funktionsweise eines Solar Home Systems stehen auch Grundkenntnisse in der jeweiligen Regionalsprache auf dem Programm. Zuschüsse des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie Eigenmitteln und Spenden finanzieren den einjährigen Aufenthalt. Dazu gehören auch Projektpatenschaften von Unternehmen etwa aus der Solar- oder Windbranche.


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