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Umwelttipps zum Schulanfang 17.08.2008

Zu Beginn des neuen Schuljahres appel-liert die Artenschutz-organisation Pro Wildlife an Schüler und ihre Eltern, nur Schulhefte aus Recyclingpapier zu kaufen. „Kaum jemand denkt beim Einkauf daran, dass für unseren Papierbedarf der Lebensraum von Orang-Utan, Braunbär und Jaguar vernichtet wird“, sagt Jana Rudnick, Waldexpertin bei Pro Wildlife. „Wer Recycling-papier verwendet, rettet Urwälder und leistet damit einen direkten Beitrag zum Klimaschutz“. Deutschland gehört mit einem Pro-Kopf- Verbrauch von 236 Kilogramm Papier pro Jahr zu den Spitzenreitern weltweit, doch seit Jahren sinken die Verkaufszahlen von Recyclingpapier.

Allein Deutschlands Schüler verbrauchen im Jahr fast 200 Millionen Schulhefte. Über 90 Prozent dieser Hefte sind nicht aus Recyclingpapier, sondern aus Frischfasern. Da für die Herstellung von Heften, Ringbüchern, Malblöcken und Kopierpapier oft auch Urwälder gerodet werden, sollten Eltern und Schüler deshalb darauf achten, nur Papierwaren aus 100 Prozent recyceltem Altpapier zu kaufen. Orientierung bieten Umweltsiegel wie der Blaue Engel, vup, Ökopa und Ökopaplus. Nicht ausreichend ist die Bezeichnung „chlorfrei gebleicht“, denn dahinter verbirgt sich oft Papier aus Frischfasern.

Recyclingpapier: raus aus der Schmuddelecke

Noch vor 20 Jahren schrieben 70 Prozent der Schüler auf Umweltpapier. Doch mittlerweile ist der Anteil von Schul-heften aus Recyclingpapier auf nur noch fünf bis zehn Prozent gefallen. „Wir hoffen, dass die heutigen Schüler diesen Trend umkehren und helfen, den Raubbau an den Urwälder zu stoppen“, sagt Rudnick. Dabei ist die Qualität des Ökopapiers stark gestiegen: Modernes Recycling-papier wird umweltfreundlich geweißt und hält sogar Radiergummi und Tintenkiller stand. Auch im Preis haben sich Frischfaser- und Recyclingpapier angeglichen. Mitt-lerweile bieten Hersteller sogar komplette Umweltsorti-mente an. Vom Schulheft über Spiralblock bis hin zu Bastelmaterialien und Notizblöcken können Schüler ihrem gesamten Bedarf aus 100 Prozent Altpapier decken.

Nicht nur Schüler und Eltern sind beim Kauf von Schul-heften & Co. gefragt: „Auch Lehrer und die Schulleitung sollten mit gutem Beispiel vorangehen und auf Recycling-papier umstellen“, so die Waldschützerin. „Darüber hi-naus können Projekttage und Unterrichtseinheiten rund um das Thema Papier helfen, das Bewusstsein der Schü-ler für den Schutz der Wälder zu fördern. Nur wenn die Naturwälder weiter wachsen können, können sie ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Rudnick abschlie-ßend.

Quelle Text und Bild: Pro Wildlife e.V., München