www.sh-energie.de

Heizölpreis im Februar erneut auf Klettertour 13.04.2008

Das statistische Bundesamt veröffentlicht monatlich die Daten zur Energiepreisentwicklung. Der Preis für leichtes Heizöl der sogenannten „Rheinschiene“ kletterte demnach im Februar mit 59,69 Euro netto je Hektoliter erneut auf sein bisheriges Rekordniveau. Die Angaben sind die Indexwerte für die sogenannte „Rheinschiene“. Dieser Preis für leichtes Heizöl dient in Deutschland häufig als Referenzpreis auch für die Ölpreisbindung der Gaspreise. An diesen Preis sind vielfach Preisänderungsklauseln von Gas- und Wärmelieferverträgen gekoppelt. Das Statistische Bundesamt ermittelt und veröffentlicht ihn für Lieferung in Tankwagen, frei Verbraucher, mit 40-50 Hektoliter pro Auftrag. Diese Veröffentlichungen zur Energiepreisentwicklung sind auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes kostenlos abrufbar unter www-ec.destatis.de.

Der Preis stieg im Vergleich zu den Januardaten 2008 um circa fünf Prozent und im Vergleich zum Januar 2007 um rund 38 Prozent. Auch der Ceto-Verlag als Branchen-verlag für den Brennstoff- und Mineralölhandel in Deutschland meldet: Preisanstieg beim Heizöl nimmt kein Ende.

Mit Kurs auf neue Spitzenwerte legten die Ölpreise vergangene Woche nach Bekanntgabe der US-Bestandsdaten kräftig zu. Binnen kürzester Zeit stiegen die Notierungen an der Öl-Terminbörse ICE in London auf ein neues Rekordhoch bei 108,77 USD/Barrel. An der New Yorker Terminbörse 'New York Mercantile Exchange (Nymex)' verteuerte sich der Frontmonat für Light Sweet Crude um 2,66 US Dollar auf 111,16 US Dollar je Barrel. Hier lag das am 17. März markierte Allzeithoch von 111,80 US Dollar je Barrel ebenfalls in Sichtweite.

Laut US-Department of Energy (DOE) sind die Rohölvorräte in den USA in der Woche zum 4. April im Vergleich zur Vorwoche unerwartet um 3,2 Millionen Barrel auf 316 Millionen Barrel gefallen. Analysten hatten hier im Durchschnitt mit einem Anstieg um 2,2 Millionen Barrel gerechnet. Die Lagerbestände an Mitteldestillaten wie Diesel und leichtes Heizöl verringerten sich zudem um 3,7 Millionen Barrel auf 106 Millionen Barrel. Hier war ein Rückgang um lediglich eine Million Barrel erwartet worden. Hinzu kommen der schwache Dollar und die Erwartung einer weiteren Zinssenkung der US-amerikanischen Zentralbank FED.

Als nächster Zielwert könnte nun erneut die Marke von 120 Dollar pro Barrel ins Visier kommen. Für den deutschen Heizölkunden bedeutete diese Entwicklung nach Auswertung der täglichen Tagespreiserfassung durch 'Brennstoffspiegel und Mineralölrundschau' heute ein weiteres Plus gegenüber dem Vortag. Mit dem dritten deutlichen Anstieg in dieser Woche kletterten die Preise auf ein Rekordhoch bei über 80,00 Euro pro 100 Liter (bei einer Bestellmenge von 3.000 Liter Heizöl EL Standard-qualität, inklusive Umsatzsteuer).

Das letzte Jahreshoch von über 78,00 Euro pro 100 Liter von Mitte März wurde also um zwei Euro überschritten. Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucher-preise zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.

Quelle:
www.brennstoffspiegel.de