| Erster Schritt zur Heizkosteneinsparung ist der Kesseltausch | 19.06.2008 |
Die Heizölpreise sind seit Oktober 2007 um knapp 60 Prozent gestiegen. Die Gaspreise ziehen nach. Kein Wunder also, wenn Haubesitzer jetzt überlegen, mit welchen Modernisierungsmaßnahmen sich am günstigsten Heizkosten sparen lassen.
„Der erste Schritt hin zur kräftigen Reduzierung von Heizkosten ist immer der Austausch eines veralteten Heizkessels durch einen modernen Brennwert- oder Biomassekessel oder einer Wärmepumpe“, so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.
„Ein Kesseltausch reduziert die Heizkosten um rund 30 Prozent. Kombinieren Hauseigentümer den Kesseltausch mit einer Solaranlage, können sie um die 2.000 Euro staatliches Fördergeld in Anspruch nehmen. Außerdem erhöht sich die Energieeinsparung auf bis zu 45 Prozent. Solche Investitionen zahlen sich bei den heutigen Energiepreisen bereits ab fünf Jahren aus und sind damit hoch rentabel“, so Lücke weiter.
Die Installation eines modernen und hocheffizienten Wärmeerzeugers ist auch dann technisch und wirtschaft-lich sehr sinnvoll, wenn in einem zweiten Schritt gedämmt wird. Dafür sprechen technische Gründe: Wird ein Haus nach der Installation eines Brennwertkessels gedämmt, so läuft die Brennwertanlage mit reduzierter Leistung. Gerade in diesem sogenannten Teillastbetrieb arbeiten Brennwertkessel besonders effizient. Hinzu kommt, dass moderne Brennwertkessel ihre Betriebs-weise durch Modulation anpassen und somit die ener-getisch optimale Lösung für alte Gebäude sind. Die Heizungsanlage passt sich also allen Gebäuden perfekt an.
Übrigens: Die hohe Bedeutung der Heizungsmodernisie-rung für den Klimaschutz belegt eine wissenschaftliche Untersuchung von CO2-Emissionen aus der Gebäudebe-heizung zwischen 1990 und 2006. So sind rund 76 Prozent der CO2-Minderungen auf Heizungsmodernisie-rungen und den Einsatz erneuerbarer Energien, etwa zur solarthermischen Warmwasserbereitung, zurückzufü-hren. Demgegenüber waren die in der Regel deutlich teurere Dämmmaßnahmen nur zu 24 Prozent an der Minderung des Schadstoffausstoßes beteiligt.
Quelle: Bundesindustrieverband Deutschland Haus Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH)
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