| Kassel stellt auf Naturstrom um - Ohne Aufpreis und für alle Haushalte | 07.11.2007 |
Der nordhessische Versorger ist nach eigenen Angaben zwar nicht der erste, der eine gesamte Stadt oder Gemeinde umstellt. Aber Kassel ist mit ihren fast 200.000 Einwohnern die erste deutsche Großstadt, die mit Strom aus regenerativen Quellen versorgt wird.
Der Strom stammt aus skandinavischen Wasserkraft-werken. Wenn weitere Städte folgten, gäbe es nach Ansicht des Energieversorgers einen enormen Nach-fragedruck auf erneuerbare Energien. Die Kunden der Städtischen Werke in Kassel zahlen für die neue Strom-qualität keinen Aufpreis. Das ließ sich durch die große Einkaufsmenge und die lange Vertragslaufzeit von fünf Jahren realisieren.
Ob aus den Steckdosen der Kasseler Haushalte jetzt tatsächlich Elektronen aus Skandinavien kommen? Wahrscheinlich nicht. Denn beim Strom muss man sich einen See vorstellen, in den an vielen Stellen eingeleitet wird und an vielen Stellen entnommen wird. Wer was bekommt, ist nicht wirklich prüfbar. Deshalb wird der Strom der meisten Menschen in Kassel wahrscheinlich auch weiterhin ganz normaler Strom sein. Trotzdem könnten sich die Kunden sicher sein, dass ihr Strom regenerativer Herkunft ist. Denn die Städtischen Werke kaufen mit dem Strom auch die Garantie ein, dass für jede in Kassel bei einem Tarifkunden verbrauchte Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Strom aus Wasserkraft produziert wird. Dass der Strom nicht zweimal als regenerativ erzeugt verkauft werden kann, überwacht das Ökoinstitut aus Freiburg. Das belegt es durch seine Zertifizierung.
Quelle Text und Bild sowie weiterführende Informationen: Städtische Werke AG Kassel
